JEvents Calendar  

Oktober 2019
So Mo Di Mi Do Fr Sa
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2
   

User Menu  

   

Anmeldung  

   

Der aus dem englischen Sprachraum stammende Limerick ist eine lyrische Kleinform, die auch in Deutschland schon im 19. Jahrhundert auftaucht. Dass er heute bei uns weit verbreitet ist und einen hohen Bekanntheitsgrad aufweist, ist nicht zuletzt den beiden "Blödelbarden" Schobert und Black zu verdanken, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durch ihre vielen Auftritte für die Verbreitung des Limericks sorgten.
In England tauchen die ersten Limericks als Bezeichnung für die kleinen Gedichte, die wir heute kennen, um 1820 auf. Die Reimform als solche gab es allerdings schon viel früher.
Über den Ursprung des Namens ist reichlich spekuliert worden. Die einen vermuten, dass er direkt von dem Namen der irischen Stadt Limerick abgeleitet worden ist, andere wiederum halten eine Verbindung zu dem irischen Soldatenlied "Will you come up to Limerick" für möglich, dessen Kehrreim bei Stegreifspielen, die in Gesellschaft zum Vortrag kamen, angewandt wurde.
Der Limerick hat immer fünf Zeilen und folgt ohne Ausnahme dem Reimschema aabba. In der ersten Zeile (einer Langzeile) erfahren wir etwas über die handelnden Personen und über den Ort (oder eine Landschaft), in der die Handlung geschieht. Sie gibt gleichzeitig den Reim für die zweite und fünfte Zeile vor.
Die Ortsnamen in den ersten Langzeilen dienen lediglich als Reimvorgabe für die Zeilen zwei und fünf, haben also keinerlei Bezug zur Handlung. Es gibt nur ganz wenige Limericks, in denen sich die Handlung bewusst auf den Ortsnamen bezieht.
In der nächsten Langzeile und in den beiden folgenden Kurzzeilen wird ausgesagt, wie die Person ist oder (und) was sie tut:
In der letzten Zeile steht die Pointe, etwas Unerwartetes, was man als "Gag" oder "höheren Blödsinn" bezeichnen kann.

 

 

 

De Blagen ut't Duorp Ostenfelle
Häbt'n Kopp wahne klüftig un helle.
Se driewt' nich to dull,
niëhmt't Muul nich to vull.
Dat't bliff, giff't an'n Huuse mangs Knälle.

"Hicks!", mäck de Täörner ut Mönster
un legg sick gefäöhrlick ut't Fönster.
Süht daip unnen Lechter,
is baolle dr ächter:
"Marjosepp, hicks, dusend Gespönster!"

En heel schraoen Laiper ut Enniger
de löpp Dagg för Dagg en lück henniger,.
löpp Stunne üm Stunne
so männige Runne,
un wärd Dagg för Dagg en lück wenniger.

Vüör Jaohren dao gaff't in Westkiärken
bloß stramme un bestguede Fiärken.
Knapp konnen se laupen,
wull'n alle iähr kaupen.
Van't Geld droff't Finanzamt nix miärken.

En Kärl nich wiet van Ossenbrügge
mäk 's nachens maol Jagd up 'ne Mügge.
He krüpp unnert Bedd',
is aower to fett
un kann dr van söws nich mähr trügge.

En splienigen Buer in Abslauh
melkt muorns un auk aobends de Kauh
in'n Kött un met Stiefken,
in fiensieden Liefken
un düere Lackschauh in Blau.

Dao kreeg eene Suege in Biäkem
nix anners äs spitzsnuut'ge Fiärken.
De Grund för dat Wunner
was Bello, de Dunner!
Drüm daien de Fiärken auk bliäken.

'ne Blage ut't Duorp Sünninghuusen,
de dai met en Rüen maol schmuusen.
Ach, dat se dat dai!
De Rüe har Flaih!
Nu mott iähre Moder iähr luusen.

Et smeet maol en Wann'rup in Füchtrup
de Rabatten in'n Gaorn to Hücht' up.
De Gäörner was suer,
lagg sick up de Luer
un gaff den Göör wat met de Schüpp' drup.

En Radföhrer springt äs in Laor
met Smackes - kawupp - up sin' Kaor.
Ümdat't gau gaohn mott,
vergätt he dat Slott.
"Verdoori! Wat geiht de Kaor swaor!"

Et wull en jung Wichtken in Greiwen
nix wiëtten van't Friggen un Leiwen.
Se kamm in de Jaohr',
all gries was dat Haor,
dao wull se. Man sall et nich glaiwen.

En Schmachtlappen ut Iäwswinkel
was in't Iätten en eegenen Pinkel.
He fratt bloß frisk Gräs
un anner'n gröön'n Meß
un sunndags en Händken vull Dinkel.

Vüör Jaohr'n was 'ne Moder in Milte,
de iähr Jüngesken immer no stillde,
un dat alle Dage.
Gaff't nix, satt de Blage
met teihn Jaohr' no bi iähr un brüllde.

Dao dai en jung Fraumensk in Vüörem
van muorns bes an'n Aobend bloß küern.
Dat Finanzamt kreeg't met
un - dat was nich nett -
dai faorts iähr dat Küern bestüern.

En Schohmaker har in Drawolle
an Huuse 'ne wahn' biëtske Aolle.
Dao namm he sick Liär,
mook iähr up de Stiär
en Muulkuorf, un Ruhe was baolle.

Jans Kofoot verköff dao in Hüörssel
nix anners äs Bessem un Büörssel.
'patt Kohfoot lütt groff,
drüm steiht "Bebükof"
up sinen Breefkopp äs Küörssel.

Dao is maol en Mannsmensk in Liesborn
met blaute Föite up't Ies gaohn.
Män de Fuorst, dat was mies,
haoll em fast up dat Ies.
Nu mott he dao bes in'n April staohn.

Dao was maol en Groffsmedt in't Mönsterland,
de har en heel grülick graut Ächterpand.
'ne Stute, pickswatt,
de tratt em in't Gatt

un bruock sich daobi eene Vüörderhand.

Et gongen twee Eh'lü in Detten

's aobends wat froih inne Betten,

un dat twintig Jaohr.

Drüm isset auk waohr:

Se küennt sick vör Blagen nich retten.

 

Et steiht en Möller in Üele

bi Winstille buob'n up de Müele.

Büert den Baollen, den rechten,

Mäck söwst Wind, kien'n schlechten,

faorts dreiht sick de Flittkes in Iele.

 

’ne Blage ut’t Duorp Sünninghuusen,

de dai met en Rüen maol schmuusen.

Ach, dat se dat dai!

De Rüe har Flaih!

Nu mott iähre Moder iähr luusen.

  

En Möchtegärn-Künstler in Aohlen

was den heelen Dag blaoß an't Praohlen.

"Tiägen mi", sagg he faaken,

"kann nich äs Rembrandt anbraaken."

Wat he konn, was guet Praohl'n un schlecht maolen.

 

Et stonn maol en Mannsmensk in Walts

dat Water bes buoben an'n Hals.

He hong sick daorup

nich up up'n Stupp.

He satt inne Wann', dat was all's.

 

 

 

 

 

   
© ALLROUNDER